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Michael Seida – der Tänzer

Als Proberaum und Tanzstudio hielt Mutters Wohnzimmer her. Die "Lehrer" flimmerten per Video in die Gemeindebauwohnung. Fred Astaire war sein erstes Vorbild, bevor sich Seida den schwarzen Rhythme-Tap-Größen wie Gregory Hines, Bunny Briggs, Bill "Bojangles" Robinson, Chuck Green oder den Nicolas Brothers zuwandte.

Mit der Fernbedienung in der Hand und einer dünnen Holzplatte unter den Beinen ließen sich die Allzeitgrößen mit der gehörigen Leidenschaft aufsaugen und reproduzieren. Mutters Wohnung tauschte Seida bald mit der Showbühne. Dort würdigt er seither seine Idole mit bekannten Schrittfolgen, oft und gerne in parodistischer Weise.

Ob raumgreifend im Astaire-Stil oder aus dem Stand beim schwarzen Rhythme-Tap, Seida ist in beiden Techniken gut zu Fuß.Trotz der starken Beeinflussung durch die "alten Meister" hat er dabei stets einen eigenen Stil bewahrt – sodass das bühnenreife Resultat immer ein echter Seida ist.

Michael Seida, der Tänzer